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FUJI stellt die CLT-FG vor: neue Seriekompakter All-in-One-Bestückungsautomaten

11. Juni 2026
FUJIs neue Baureihe von SMT-Bestückungsautomaten: CLT-FG

Kompaktheit und Produktionsflexibilität für vielfältige Anforderungen kombiniert

Kelsterbach, 11. Juni 2026 – Die FUJI CORPORATION hat mit der CLT-FG eine neue Bestückungsmaschine entwickelt, die Kompaktheit und Flexibilität vereint und damit unterschiedlichsten Produktionsanforderungen gerecht wird. Sie zeichnet sich durch ein besonders kompaktes Design mit einer Maschinenbreite von nur einem Meter aus. Die CLT-FG deckt ein breites Spektrum an Fertigungsanforderungen ab. Dazu zählen insbesondere Produktionsumgebungen mit hoher Variantenvielfalt und kleinen Losgrößen. Die neue Maschine ermöglicht so eine flexible, stabile und effiziente Fertigung.

In den letzten Jahren sehen sich Produktionsstätten aufgrund der zunehmenden Diversifizierung elektronischer Geräte, technologischer Innovationen und kürzerer Produktlebenszyklen mit steigenden Anforderungen konfrontiert. Dazu zählen wachsende Produktvielfalt und kleinere Stückzahlen sowie die flexible Anpassung der Fertigung an schwankende Nachfragen.

Gleichzeitig stellt die Einführung neuer Anlagen Unternehmen vor verschiedene Herausforderungen. Dazu gehören die Gewährleistung einer für den täglichen Produktionsbetrieb ausreichenden Leistungsfähigkeit, die Verfügbarkeit geeigneter Aufstellflächen sowie die Bewältigung des damit verbundenen betrieblichen Aufwands. Die Auswahl der optimalen Anlage ist daher zu einer zentralen Priorität geworden.

Vor diesem Hintergrund hat FUJI die CLT-FG entwickelt – eine neue Bestückungsmaschine, die für ein breites Spektrum an Produktionsanforderungen ausgelegt ist. Basierend auf dem Feedback von Kunden konzentrierte sich das Unternehmen darauf, die Anforderungen moderner Fertigungsumgebungen gezielt zu adressieren. Dabei lag der Fokus auf der Verbindung einer kompakten Bauweise mit hoher Flexibilität. Das Ergebnis ist eine Anlage, die sich auch bei begrenzten Platzverhältnissen problemlos integrieren lässt und zugleich vielfältige Produktionsanforderungen erfüllt.

Features der CLT-FG

  1. Flexibel für vielfältige Produktionsanforderungen
    Die CLT-FG ist mit einem vielseitigen Bestückungskopf ausgestattet, der eine breite Palette an Bauteilen verarbeiten kann. Von der Hochgeschwindigkeitsbestückung kleiner Chip-Bauteile bis hin zur stabilen Handhabung großer Bauteile unterstützt die CLT-FG die Fertigung unterschiedlichster Produkte. Sie passt sich flexibel an Produktionsumgebungen mit hoher Produktvielfalt, geringen Stückzahlen und häufigen Produktwechseln an und ermöglicht so eine effiziente Produktion.
  2. Kompaktes Design für eine einfache Installation
    Mit ihrem kompakten Design und einer Breite von etwa einem Meter ist die Maschine optimal auf die vielfältigen Anforderungen unterschiedlicher Produktionsstandorte abgestimmt und bietet hohe Flexibilität bei der Wahl des Aufstellungsortes. Eine schlanke, optimierte Maschinen- und Anlagenkonfiguration trägt dazu bei, den Aufwand sowohl bei der Installation als auch beim Betrieb zu minimieren.
  3. Hochwertige Bestückung dank bewährter Technologie
    Durch die Nutzung bewährter, hochmoderner Bestückungstechnologien sowie der vorhandenen Plattformressourcen von FUJI ist die Maschine in der Lage, vielfältige Produktionsanforderungen zu erfüllen. Sie gewährleistet eine hochwertige Bestückung durch stabilen Betrieb und hohe Zuverlässigkeit. Das Design berücksichtigt zudem die Kompatibilität mit vorhandenen Anlagen, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.
    Die CLT-FG wird erstmals weltweit auf der JISSO PROTEC 2026 vorgestellt, einer Fachmesse für elektronische Montage- und Verpackungstechnologien, die im Juni 2026 im Tokyo Big Sight stattfindet.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/06/CLT-FG.webp 900 1600 Winter_Agentur /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Winter_Agentur2026-06-11 07:00:002026-06-10 09:38:59FUJI stellt die CLT-FG vor: neue Seriekompakter All-in-One-Bestückungsautomaten

Weltneuheit von FUJI: Auto Kitting Station automatisiert erstmals das Bestücken von Feedern mit Gurtrollen

2. Juni 2026

Beschleunigung der bedienerlosen Fertigung durch den letzten fehlenden Baustein der SMT-Floor-Automatisierung

Kelsterbach, 2. Juni 2026 – Die FUJI CORPORATION mit Hauptsitz in Japan hat mit der Auto Kitting Station eine neue Systemeinheit entwickelt, die das Bestücken von Feedern mit Gurtrollen für die Bauteilzuführung in Bestückungsmaschinen automatisiert. Dieser sogenannte Kitting- bzw. Rüstprozess galt bislang als schwer automatisierbar und war in hohem Maße von manuellen Arbeitsabläufen abhängig.

Die Auto Kitting Station lässt sich mit den Bestückungsautomaten der NXTR A-Serie von FUJI, dem Smart-Storage-System sowie mit autonomen mobilen Robotern (AMR) und automatisierten Lagerlösungen verschiedener Hersteller integrieren. FUJI hat das weltweit erste System entwickelt, welches das Einlegen von Gurtrollen in Feeder automatisiert und dabei mit einem automatisierten Sammel- und Transportsystem für Gurtrollen und Feeder zusammenarbeitet, das entsprechend den Produktionsplänen betrieben wird (laut FUJI-Recherche, Stand Mai 2026).

Dadurch wird der gesamte Prozess von der Lagerung bis zur Bereitstellung elektronischer Bauteile in SMT-Fertigungsumgebungen nahtlos miteinander verbunden. Dies trägt zum bedienerlosen Betrieb von Bereichen der Produktionsvorbereitung bei.

Hintergrund der Entwicklung

Die Automatisierung von SMT-Prozessen hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. FUJI treibt die Automatisierung in sämtlichen Prozessschritten voran: von der Lagerung und Verwaltung von Bauteilen über Transport- und Produktionsvorbereitungsunterstützung innerhalb und außerhalb von Produktionslinien bis hin zur Realisierung intelligenter Fabriken.

Durch die Weiterentwicklung des von FUJI entwickelten NXTR A-Modells und des integrierten Produktionssystems NEXIM sowie durch die Zusammenarbeit mit AMRs verschiedener Hersteller wurde die Automatisierung der Bauteilversorgung innerhalb und außerhalb von Produktionslinien realisiert. Allerdings blieben die Rüstprozesse in den Bereichen der Produktionsvorbereitung weiterhin auf manuelle Arbeit angewiesen. Besonders in Produktionsumgebungen mit hoher Variantenvielfalt und kleinen Stückzahlen führte dies zu Herausforderungen wie einem erhöhten Arbeitsaufwand bei Produktwechseln sowie Schwierigkeiten bei der Sicherung ausreichender Arbeitskräfte.

Die Auto Kitting Station wurde entwickelt, um diese Herausforderungen durch die Automatisierung von Rüstprozessen zu adressieren. Damit treibt sie die Automatisierung in den Bereichen der Produktionsvorbereitung voran und trägt zur Realisierung bedienerloser SMT-Prozesse bei.

Vorteile der Auto Kitting Station

Arbeitseinsparung und stabiler Betrieb durch automatisiertes Rüsten:
Rüstprozesse umfassen empfindliche Arbeitsschritte wie die Vorbearbeitung von Gurtbändern und das Einlegen von Gurtrollen in Feeder, was ihre Automatisierung bislang erschwerte und sie auf manuelle Arbeit angewiesen machte. Die neue Lösung automatisiert den gesamten Rüstprozess – vom Entfernen leerer Gurtrollen nach Verbrauch der Bauteile über das Auslesen von Rollen-IDs und die Vorbearbeitung der Gurte bis hin zum Einlegen der Gurtrollen in Feeder. Dadurch werden die Arbeitsqualität stabilisiert und Bearbeitungszeiten standardisiert, während gleichzeitig die Belastung auf Seiten der Bediener reduziert wird.

Unterstützung weit verbreiteter 8-mm-Gurtverpackungen:
Die Systemeinheit unterstützt 8-mm-Gurtverpackungen, die einen großen Anteil der in SMT-Prozessen üblichen kleinen elektronischen Komponenten ausmachen. Durch die Unterstützung des am häufigsten verwendeten Rollenformats eignet sich die Einheit für ein breites Anwendungsspektrum in realen Fertigungsumgebungen und erleichtert so eine umfassende Einführung in der Produktion.

Vollständige SMT-Floor-Automatisierung durch Integration mit verbundenen Systemen:
Die Auto Kitting Station geht über die reine Automatisierung von Rüstprozessen hinaus und lässt sich mit dem NXTR A-Modell, dem Smart-Storage-System, AMRs und automatisierten Lagersystemen verbinden. Dadurch entsteht ein nahtloser Ablauf von der Lagerung und Bereitstellung der Bauteile bis hin zur Bestückung, wodurch die Automatisierung des gesamten SMT-Floors ermöglicht wird. Dies verbessert nicht nur die Produktionseffizienz, sondern beschleunigt auch den bedienerlosen Betrieb sämtlicher SMT-Prozesse und trägt so zur Schaffung einer stabilen Produktionsumgebung trotz Fachkräftemangels bei.

Weltpremiere auf der JISSO PROTEC 2026 FUJI präsentiert die Auto Kitting Station erstmals auf der JISSO PROTEC 2026, einer führenden Fachmesse für Elektronikfertigungs- und Packaging-Technologien, die vom 10. Juni bis 12. Juni 2026 im Tokyo Big Sight stattfindet. Besucher können sich am Messestand 4G-09 in Halle 4 anhand von Live-Demonstrationen von den Möglichkeiten der Automatisierung in der Produktionsvorbereitung überzeugen.

FUJI Automatische Konfektionierungsstation
https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/06/Ueberblick-ueber-die-automatisierte-SMT-Fertigungsanlage-von-FUJI.webp 1000 1500 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2026-06-02 07:00:002026-06-01 14:57:17Weltneuheit von FUJI: Auto Kitting Station automatisiert erstmals das Bestücken von Feedern mit Gurtrollen

W. Kolb automatisiert THT-Fertigung mit FUJI sFAB-D

6. Mai 2026

Manuell geprägte Prozesse abgelöst: für hohe Stückzahlen und Stabilität

Kelsterbach, 7. Mai 2026 – Während SMD-Prozesse in der Elektronikfertigung heute weitgehend automatisiert sind, bleibt die THT-Bestückung häufig von manuellen Arbeitsschritten geprägt. Die W. Kolb Fertigungstechnik GmbH hat diesen Bereich nun gezielt modernisiert: Mit der sFAB-D der FUJI EUROPE CORPORATION GmbH automatisiert der Full-Service-Elektronikfertiger zentrale THT-Bestückungsprozesse. So fertigt das Unternehmen auch hohe Stückzahlen prozessstabil, wiederholgenau und in gleichbleibend hoher Qualität.

W. Kolb produziert seit 1988 elektronische Baugruppen und deckt als Full-Service-Elektronikfertiger ein breites Leistungsspektrum von Fertigung, Testen und Prüfen bis hin zu Logistikleistungen ab. Am Standort Willich beschäftigt das Unternehmen rund 210 Mitarbeitende. Im Jahr 2024 erwirtschaftete W. Kolb einen Umsatz von rund 58 Millionen Euro und produzierte 10,5 Millionen Fertigerzeugnisse, für die etwa 250 Millionen elektronische Komponenten verbaut wurden.

Die Fertigung ist auf anspruchsvolle Industriezweige ausgerichtet, darunter Automotive, Sensorik, Umwelttechnik, Medizintechnik sowie Überwachungssysteme für Schienenfahrzeuge. In der SMD-Fertigung betreibt W. Kolb vier leistungsstarke ASMPT-Linien mit In-line-SPI und AOI. Die Effizienz aller Bestückungslinien wird in Echtzeit softwareüberwacht und kontinuierlich optimiert. In der THT-Fertigung stehen drei Linien mit individuellen Setups zur Verfügung, darunter zwei Wellenlötanlagen sowie eine Selektivlötanlage. THT-Bestückungsprozesse, die bislang nicht maschinell umgesetzt werden konnten, erfolgten traditionell manuell.

„Unser Ziel war es, die zeitintensive manuelle Handbestückung gezielt durch eine skalierbare Automatisierungslösung zu ersetzen, insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben und hohen Stückzahlen“, erklärt Timo Kluge, Fertigungsleitung SMD bei W. Kolb. „Nach einer umfassenden Marktanalyse haben wir uns erstmals für FUJI entschieden. Die sFAB-Plattform hat sich dabei als technischer Benchmark hinsichtlich Präzision, Flexibilität und Bauteilvielfalt erwiesen.“

FUJI sFAB-D übernimmt Großteil der THT-Bestückung
Mit der Integration der sFAB-D steigert W. Kolb die Effizienz der THT-Bestückung. Die automatisierte Lösung übernimmt heute einen Großteil der Bestückungsaufgaben und reduziert den manuellen Aufwand signifikant. Gleichzeitig sorgt sie für eine hohe Prozessgeschwindigkeit sowie eine gleichbleibend hohe Wiederholgenauigkeit.

Die Anlage ist bei W. Kolb mit zwei universellen sH02-Bestückungsköpfen inklusive Part Presence Check ausgestattet. Die Zuführung erfolgt über ein umfassendes Feeder-Paket, das radiale und axiale Komponenten sowie Bauteile in Magazinstangen (Tubes) abdeckt. Damit lassen sich ein breites Spektrum an THT-Komponenten verarbeiten: von radialen und axialen Bauteilen bis hin zu Bauteilen in Stangenmagazinen.

„Die sFAB-D hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Dank der universellen sH02-Köpfe und der vielfältigen Zuführungsoptionen können wir heute einen Großteil unseres THT-Spektrums automatisiert abdecken“, so Timo Kluge. „Die Kombination aus Präzision und Geschwindigkeit ermöglicht es uns, auch bei hohen Stückzahlen eine konstant hohe Qualität sicherzustellen.“

Automatisierung und Handmontage sinnvoll kombiniert
Die neue Lösung ersetzt bei W. Kolb nicht die bestehende THT-Kompetenz, sondern ergänzt sie gezielt. Während komplexe oder spezielle Bestückungsaufgaben weiterhin manuell umgesetzt werden, übernimmt die sFAB-D standardisierbare und wiederkehrende Prozesse. So entsteht eine effiziente Kombination aus automatisierter Bestückung und flexibler Handmontage.

Gleichzeitig schafft die Automatisierung Freiräume für Mitarbeitende, die verstärkt in qualitätssichernde und prozessnahe Aufgaben eingebunden werden können.

Schnelle Integration und direkte Produktivität
Installation und Inbetriebnahme der sFAB-D erfolgten im März 2026. Die Anlage wurde termingerecht in die bestehenden Fertigungsprozesse integriert und war unmittelbar nach der Installation produktiv einsetzbar. Auch die Einarbeitung des Bedienpersonals verlief zügig: Bereits nach kurzer Zeit konnte die neue Anlage sicher im Produktionsalltag genutzt werden.

Die positiven Effekte zeigten sich früh: Bereits im ersten Monat des Vollbetriebs bewährte sich das System im täglichen Einsatz und erfüllt die hohen Erwartungen an Zuverlässigkeit und Performance.

Investition in skalierbare Automatisierung
Die Investition unterstreicht den strategischen Kurs von W. Kolb, die Automatisierung in der Elektronikfertigung konsequent weiter voranzutreiben. Ziel ist es, manuelle Montageanteile dort zu reduzieren, wo automatisierte Prozesse höhere Stabilität, Geschwindigkeit und Qualität ermöglichen. Auch künftig will W. Kolb die Automatisierung weiter ausbauen und bestehende Prozesse kontinuierlich optimieren. Die FUJI sFAB-D bildet dafür einen zentralen Baustein innerhalb der THT-Fertigung.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/05/THT-Bestueckungsautomat-sFAB-von-FUJI-im-Einsatz-bei-W-Kolb-Fertigungstechnik.webp 1000 1500 Winter_Agentur /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Winter_Agentur2026-05-06 09:35:502026-05-06 09:35:51W. Kolb automatisiert THT-Fertigung mit FUJI sFAB-D

Grundlegend modernisiert: A+B Electronic erweitert Fertigung um zweite FUJI-Linie

9. April 2026

EMS-Dienstleister schafft Redundanz und höhere Kapazität in der Bestückung

Kelsterbach, 9. April 2026 – Die Assmy & Böttger Electronic GmbH hat ihre SMD-Fertigung modernisiert und den gesamten SMD-Arbeitsbereich innerhalb der bestehenden Produktionsfläche neu strukturiert. Das Unternehmen betreibt weiterhin eine moderne Bestückungsmaschine FUJI NXT III und ergänzt diese um eine neue FUJI NXTR S der FUJI EUROPE CORPORATION GmbH. Damit verfügt A+B Electronic heute über zwei zueinander ausgerichtete FUJI-Linien. Die neue Struktur schafft die Grundlage für stabile Prozesse, hohe Wiederholgenauigkeit und eine verlässliche Serienfertigung – sowie für mehr Flexibilität im Umgang mit steigenden Kundenanforderungen, z. B. bei der Traceability.

A+B Electronic ist EMS-Dienstleister und Systemlieferant für die Elektronikindustrie. Das Unternehmen fertigt bestückte Leiterplatten für unterschiedliche Branchen – von Kleinserien bis hin zu größeren Serienaufträgen. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Qualität, Prozesssicherheit und Lieferzuverlässigkeit entschied sich das Unternehmen, nicht nur eine ältere SMD-Linie zu ersetzen, sondern die gesamte SMD-Fertigung gezielt weiterzuentwickeln.

„Unser Ziel war es, eine in die Jahre gekommene SMD-Linie vollständig durch eine neue, moderne Lösung abzulösen, die Struktur der Fertigung neu auszurichten und gleichzeitig die Gesamtbestückungsleistung zu erhöhen. Da bereits eine moderne FUJI-Linie im Einsatz ist, wollten wir dazu gezielt Redundanz und zusätzliche Flexibilität schaffen“, erklärt Bernadette Kirchrath, Geschäftsführung Vertrieb & Fertigungbei A+B Electronic.

Bewährte FUJI-Technologie gezielt erweitert

Nach einer intensiven Evaluierungsphase fiel die Entscheidung, die bestehende FUJI NXT III weiterhin zu betreiben und diese durch eine neue FUJI NXTR S zu ergänzen. Ausschlaggebend waren die modulare Plattformarchitektur, die hohe Bestückungsleistung und -genauigkeit sowie die Möglichkeit, die Fertigung langfristig auf einer einheitlichen technologischen Basis weiterzuführen.

Die FUJI NXT III gehört zu den modularen Bestückungssystemen der NXT-Serie und ermöglicht eine flexible SMD-Fertigung mit hoher Produktivität. Die neue FUJI NXTR S ergänzt die bestehende Linie durch ein modulares Maschinenkonzept, eine skalierbare Linienkonfiguration sowie integrierte Sensortechnologien zur Überwachung und Stabilisierung der Bestückungsprozesse.

Im Zuge des Linienumbaus wurden neben den FUJI-Bestückungssystemen auch weitere Prozessschritte modernisiert. Dazu gehören der Schablonendruck, die Lötpastenkontrolle, der Reflow-Lötprozess sowie die Transporttechnik. Zusätzlich wurde die bestehende Linie auf die aktuelle Version des FUJI-Produktionssystems NEXIM aktualisiert.

„Bei der Umsetzung des Projekts spielte die langjährige Zusammenarbeit mit den beteiligten Technologiepartnern eine wichtige Rolle. Vertrauen, technisches Know-how und ein gemeinsames Verständnis für stabile Produktionsprozesse haben wesentlich dazu beigetragen, bestehende Abläufe zu erhalten und zugleich gezielt weiterzuentwickeln“, sagt Kristin Teichmann, Technische Leiterinbei A+B Electronic.

Zwei gegenüberstehende Linien schaffen kurze Wege und klare Abläufe

Eine zentrale Vorgabe der Planung war es, den gesamten SMD-Arbeitsbereich innerhalb der vorhandenen Produktionsfläche neu zu strukturieren. Heute stehen beide FUJI-Linien einander gegenüber, wodurch sich in der Mitte gemeinsame Arbeitsbereiche mit Arbeitsplätzen, PCs und den benötigten Hilfsmitteln ergeben. Das reduziert Wege, schafft klare Abläufe und unterstützt ein effizienteres Arbeiten.

Für die Umsetzung wurde zunächst die zu ersetzende SMD-Linie vollständig abgebaut. Anschließend wurde die weiterhin eingesetzte FUJI NXT III umpositioniert. Nach dem Wiederaufbau konnte der Produktionsprozess bereits nach wenigen Tagen wieder stabil aufgenommen werden.

Danach begann der Aufbau der neuen FUJI NXTR S-Linie entlang des realen Produktionsflusses. Die Linie ist mit sieben Bestückungsmodulen ausgestattet und ermöglicht dadurch den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Bestückungsköpfe für ein breites Bauteilspektrum. Transportbänder sorgen zwischen den einzelnen Prozessschritten für einen durchgängigen automatisierten Materialfluss.

Das SPI-System der neuen Linie wurde bewusst identisch zur bestehenden Linie ausgeführt. Dadurch konnten bestehende Prozesse übernommen und einheitliche Datenstrukturen beibehalten werden.

In rund sechs Wochen zur stabilen Inbetriebnahme

Die Projektvorbereitung und Planung starteten im März 2025 und wurden drei Monate später abgeschlossen. Anfang November 2025 begann der Um- und Neuaufbau des SMD-Bereichs. Nach rund sechs Wochen war die modernisierte Fertigung stabil in Betrieb. Nach ersten Testläufen und schrittweiser Prozessoptimierung ging die neue Linie in den regulären Produktionsbetrieb über. Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt beträgt rund 1,8 Millionen Euro. „Mit der neuen Struktur können wir deutlich flexibler auf unterschiedliche und steigende Kundenanforderungen reagieren – insbesondere auch im Hinblick auf wachsende Anforderungen an die Traceability. Mit der modernisierten SMD-Fertigung sehen wir uns sehr gut für zukünftige Projekte und Anforderungen unserer Kunden aufgestellt“, erklärt Axel Werdermann, Operative Produktionsleitung bei A+B Electronic.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/04/AB-Electronic-erweitert-Fertigung-um-zweite-FUJI-Linie.webp 1000 1500 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2026-04-09 10:24:262026-04-13 14:54:10Grundlegend modernisiert: A+B Electronic erweitert Fertigung um zweite FUJI-Linie

FUJI realisiert die weltweit erste Bestückung von 016008-mm-Bauteilen

20. Januar 2026

Die nächste Generation von Bestückungstechnologien im KI-Zeitalter

Kelsterbach, 20. Januar 2026 – Die FUJI CORPORATION (Hauptsitz: Chiryu, Präfektur Aichi; Representative Director, President & CEO: Joji Isozumi; nachfolgend „FUJI“) gibt bekannt, dass es dem Unternehmen erstmals weltweit gelungen ist, 016008-mm-Bauteile (0,16 × 0,08 mm bzw. 006 × 003 Zoll) auf Leiterplatten zu bestücken. Möglich wurde dies durch die erfolgreiche Entwicklung neuer Maschinentechnologien für die Verarbeitung ultrakleiner elektronischer Komponenten der nächsten Generation. Die Bestückung wurde mit der SMT-Bestückungsplattform NXTR realisiert.

Diese Weltneuheit wird auf der 40. NEPCON JAPAN – Electronics R&D and Manufacturing Technology Expo am 21. Januar 2026 im Tokyo Big Sight vorgestellt.

Derzeit beschleunigt sich der Trend hin zu Edge AI, bei dem KI-Verarbeitung direkt auf dem Endgerät erfolgt. Gleichzeitig zeichnet sich eine neue Ära ab, in der zahlreiche Alltagsgeräte Informationen autonom analysieren – von Smartphones und Wearables bis hin zu medizinischen und Healthcare-Systemen. Mit dem steigenden Funktionsumfang elektronischer Produkte nimmt auch die Anzahl der zu bestückenden Bauteile erheblich zu. Dadurch werden weitere Miniaturisierung und eine noch höhere Integrationsdichte zu technologischen Schlüsselanforderungen.

016008 mm (006003") neben handelsüblichen Bauteilen abgebildet

Selbst das 0201-mm-Bauteil (0,25 × 0,125 mm bzw. 008 × 004 Zoll), das bislang als kleinstes kommerziell verfügbares Standardbauteil gilt, stößt bei der weiteren Verdichtung zunehmend an physikalische und prozesstechnische Grenzen. Als Antwort darauf wird derzeit die nächste Bauteilgeneration im Format 016008 mm (006003″) entwickelt. Diese benötigt nur etwa die Hälfte der Bestückungsfläche eines 0201-mm-Bauteils und ermöglicht damit nochmals deutlich höhere Packungsdichten auf begrenztem Leiterplattenraum.

Vier Technologien realisieren die Bestückung von 016008-mm-Bauteilen

FUJI bietet seit vielen Jahren Hochgeschwindigkeits- und Hochpräzisions-Bestückungssysteme für extrem kleine Bauteile an. Durch Weiterentwicklungen in den folgenden vier zentralen Steuerungstechnologien konnte nun erstmals die Bestückung von 016008-mm-Bauteilen auf Leiterplatten realisiert werden:

  1. Lage- und Orientierungs­erkennung während des Handlings
    Die Ausrichtung und Position ultrakleiner Bauteile werden in Echtzeit erfasst, um ein optimales Handling sicherzustellen.
  2. Hochpräzise Pick-up-Steuerung
    Abweichungen der Aufnahmeposition sowie Einflüsse durch statische Elektrizität werden kompensiert und sorgen für eine stabile Bauteilaufnahme.
  3. Feinstregelung des Bestückungsdrucks
    Der Auflagedruck wird extrem präzise gesteuert, um Beschädigungen der empfindlichen Bauteile zu vermeiden.
  4. Ultrahochpräzise Positioniersteuerung
    Durch Positionskorrekturen im Nanometerbereich wird ein branchenführendes Maß an Bestückungsgenauigkeit erreicht.
016008 mm (006003") große Bauteile, aufgenommen mit einer hochauflösenden Kamera

Ganzheitliche Lösungen für die Bestückung ultrakleiner Bauteile

Für die zuverlässige Bestückung von 016008-mm-Bauteilen und kleineren Formaten ist nicht nur die Optimierung des Bestückungsprozesses entscheidend. Ebenso erforderlich ist eine hochgradige Abstimmung sämtlicher vorgelagerter und nachgelagerter Prozesse – darunter Leiterplattendesign, Lotpasten, Schablonen, Reflow-Prozesse und Inspektion.

FUJI treibt daher nicht nur die Weiterentwicklung seiner Bestückungsroboter voran, sondern intensiviert auch die Zusammenarbeit mit Partnern, um eine ganzheitliche Prozesslösung einschließlich Produktions- und Hilfsmaterialien zu realisieren. Damit spielt FUJI eine Schlüsselrolle, wenn es um die Miniaturisierung elektronischer Komponenten im Edge-AI-Zeitalter geht.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/01/Bestueckung-von-016008-mm-Bauteilen.jpg 1000 1500 Winter_Agentur /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Winter_Agentur2026-01-20 16:17:562026-01-21 12:14:31FUJI realisiert die weltweit erste Bestückung von 016008-mm-Bauteilen

Welcome 2026 – Wir starten ins neue Jahr mit einem klaren Fokus: Die Elektronikfertigung stärken!

7. Januar 2026
Klaus Kölbel, Daigo Kai, Stefan Janssen und Eric Maschewski

✨ Welcome 2026 ✨

Wir starten ins neue Jahr mit einem klaren Fokus: Die Elektronikfertigung stärken!

Ein kleiner Ausblick:

📍 Produktivität durch Automatisierung
Unsere Weiterentwicklungen zielen darauf ab, Bestückungsprozesse intelligenter und robuster zu gestalten. Nicht Geschwindigkeit allein entscheidet dabei, sondern präzise, datengetriebene Abläufe, die reproduzierbare Qualität ermöglichen und Produktionsziele zuverlässig absichern.

📍 Kooperation für ganzheitliche Systeme
Der enge Dialog mit Kunden und Partnern ist für uns gelebte Praxis. 2026 bauen wir diesen Ansatz weiter aus – im Sinne vernetzter Smart-Factory-Konzepte, offener Schnittstellen und gemeinsamer Entwicklung und Optimierung ganzheitlicher Fertigungslösungen.

📍 Lösungen, die sich anpassen 
Ob hohe Variantenvielfalt, komplexe Baugruppen oder individuelle Bestückung: Unsere modularen Systeme sind darauf ausgelegt, sich an reale Produktionsanforderungen anzupassen – skalierbar, integrierbar und zukunftssicher.

Die Geschäftsleitung und das gesamte FUJI-Team freuen sich darauf, diesen Weg auch 2026 gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen – fokussiert, partnerschaftlich und mit dem übergeordneten Motto „Target Zero“.

🎉 Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches, produktives und innovationsstarkes neues Jahr.

v. l.: Klaus Kölbel, Daigo Kai, Stefan Janssen und Eric Maschewski

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_2061_Klaus-Koelbel-Daigo-Kai-Stefan-Janssen-Eric-Maschewski.jpg 1000 1500 Winter_Agentur /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Winter_Agentur2026-01-07 12:02:522026-01-07 12:04:10Welcome 2026 – Wir starten ins neue Jahr mit einem klaren Fokus: Die Elektronikfertigung stärken!

Productware modernisiert SMT-Fertigung mit FUJI-Linien und verdoppelt Auftragsvolumen

4. November 2025

Productware modernisiert SMT-Fertigung
mit FUJI-Linien und verdoppelt Auftragsvolumen


EMS-Dienstleister ersetzt veraltete Bestückungstechnik durch FUJI NXTIII- und AIMEXIII-Linien

Kelsterbach, 4. November 2025 – Für die Productware GmbH, EMS-Dienstleister und Systemlieferant, wurden veraltete Bestückungsmaschinen zum Nadelöhr. Daher entschied sich das Unternehmen für eine umfassende Modernisierung des Maschinenparks. Mit der Einführung mehrerer FUJI-Bestückungslinien – darunter NXTIII- und AIMEXIII-Maschinen – hat Productware seine SMT-Fertigung auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Das Ergebnis: eine signifikante Steigerung von Produktionskapazität, Platzierungsgenauigkeit und Fertigungsflexibilität – und eine Verdopplung des Auftragsvolumens.

Die 1988 gegründete Productware GmbH fertigt elektronische Baugruppen und Box-Build-Lösungen für Kunden aus verschiedenen Industriebranchen. „Unser Anspruch ist es, EMS-Projekte zuverlässiger und flexibler umzusetzen als die Big Player im Markt. Dafür benötigen wir eine hochmoderne Fertigung“, erklärt Hasim Tolga Atlioglu, Fertigungsplaner bei Productware. „Die Situation in der Bestückung wurde jedoch zunehmend zur Herausforderung. Die vorhandenen Maschinen waren am Ende ihres Lebenszyklus angelangt: Ersatzteile fehlten, Service und Support standen nicht mehr zur Verfügung, und die Präzision reichte nicht aus, um den steigenden Anforderungen moderner Elektronikfertigung gerecht zu werden.“

Schrittweise Modernisierung mit FUJI-Technologie
Es mussten also neue Bestückungslösungen angeschafft werden. Die Entscheidung fiel auf die FUJI EUROPE CORPORATION GmbH. Die Umsetzung erfolgte in mehreren Stufen. Bereits 2015 nahm Productware eine NXTIII-Linie mit sechs M6-Modulen in Betrieb. 2019 wurde diese Linie um zwei weitere M6-Module ergänzt, um noch höhere Kapazität und Variantenvielfalt abzubilden.

„Seitdem wir die FUJI-NXTIII einsetzen, arbeiten wir deutlich schneller und effizienter“, berichtet Hasim Tolga Atlioglu. „Seit der Anschaffung konnten wir unser Produktionsvolumen nahezu vervierfachen. So stieg die Jahresproduktion auf bis zu 370.000 bestückte Baugruppen – ein enormer Sprung gegenüber der ursprünglichen Kapazitätsgrenze von 99.000 Baugruppen pro Jahr.“

Den nächsten Meilenstein markierte 2022 die Installation von zwei AIMEXIII-Bestückungsautomaten. Die Kombination aus NXTIII und AIMEXIII schafft für Productware ein Produktionsumfeld, das gleichermaßen leistungsfähig wie flexibel ist. Während die AIMEXIII durch ihre modulare Bauweise ideal für High-Mix-Produktionen mit häufigen Produktwechseln ausgelegt ist, eignet sich die NXTIII insbesondere für High-Volume-Fertigung mit höchsten Stückzahlen.

Deutlich höhere Präzision und CPH

Mit den neuen Linien konnte Productware zentrale Produktionskennzahlen nachhaltig verbessern: Die Platzierungsgenauigkeit ist deutlich gestiegen, die Durchsatzleistung (CPH) wurde erheblich erhöht, und auch die Rüstzeiten konnten deutlich reduziert werden.

„Dank modernster DX-Köpfe und einer fortschrittlichen Programmgenerierung sind wir heute in der Lage, sehr unterschiedliche Leiterplattentypen schnell, präzise und effizient zu bestücken“, so Hasim Tolga Atlioglu.

Auch die Agilität ist gestiegen. Productware kann Kunden die flexible Fertigung auch kleiner Losgrößen anbieten – ohne Kompromisse bei Qualität oder Geschwindigkeit. Das verschafft dem EMS-Dienstleister in einem zunehmend dynamischen Marktumfeld klare Vorteile.

Ausblick
Die Investition ist für Productware ein wichtiger Meilenstein – und gleichzeitig der Startpunkt für die nächsten Schritte. „Wir sehen die Modernisierung nicht als Endpunkt, sondern als Fundament für weiteres Wachstum“, betont Hasim Tolga Atlioglu. Bereits für 2026 hat das Unternehmen Erweiterungen im Blick.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2025/11/FUJI_productware-scaled.jpg 1920 2560 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2025-11-04 08:30:002025-11-03 15:22:26Productware modernisiert SMT-Fertigung mit FUJI-Linien und verdoppelt Auftragsvolumen

FUJI EUROPE CORPORATION zeigt auf productronica: “Target ZERO” in der SMT-Fertigung

9. September 2025


Automatisierte, datengetriebene Bestückung für null Platzierungsfehler, null Maschinenbediener, null Maschinenstopps und null Platzierungsgrenzen

Kelsterbach, 9. September 2025 – Null Fehler, null Maschinenbediener, null Stillstände, null Grenzen: Auf der productronica zeigt die FUJI EUROPE CORPORATION (www.fuji-euro.de) vom 18. bis 21. November 2025 in München, wie sich diese Vision in der Elektronikfertigung realisieren lässt. Am Stand 317 in Halle A3 präsentiert das Unternehmen die „FUJI Smart Factory 2.0“ – ein modulares System für automatisierte, datengetriebene Prozesse in der Bestückung.

„Wie beim japanischen Bogenschießen, Kyūdō, geht es auch in der Elektronikfertigung um Treffsicherheit, Klarheit und höchste Konzentration. Jeder Handgriff, jeder Prozessschritt muss sitzen – ohne Umwege, ohne Verschwendung. Auf der productronica zeigen wir unter dem Motto ‚No waste, just results. Target Zero.‘, wie eine intelligente und effiziente SMT-Fertigung Realität wird“, erklärt Stefan Janssen, Managing Director der FUJI EUROPE CORPORATION GmbH.

FUJI präsentiert auf der Messe Komponenten einer Smart Factory für die SMT- und THT-Bestückung. Diese werden in einer Produktionslinie nach den Grundsätzen der Industrie 4.0 via M2M-Kommunikation mit Maschinen anderer Unternehmen verknüpft. In der so genannten „FUJI Smart Factory 2.0“ (FSF 2.0) sind alle produktionsrelevanten Aufgaben, also bereits ab der Materialvorbereitung und über den Druck- und Bestückungsprozess hinaus, intelligent miteinander vernetzt. Das Ergebnis sind 22 Prozent kürzere Produktionszeiten.

Die FUJI Smart Factory 2.0 ist also ein Konzept für eine hochintelligente, selbstoptimierende Produktionsumgebung, die auf vernetzten, autonomen Maschinen basiert, um eine Produktion ohne Fehler, Stopps und Grenzwerte zu ermöglichen. Kernstück ist der Datenaustausch zwischen Maschinen und die Integration in eine flexiblere Fertigung, die individuelle Anforderungen wie die Produktion von Einzelstücken oder Variantenvielfalt unterstützt. 

FUJI setzt Target ZERO-Strategie um

Die Target ZERO-Strategie von FUJI erstreckt sich dabei über verschiedene Bestückungsmaschinen wie das NXTR A-Modell. Sie zielt darauf ab: keine Platzierungsfehler, keine Maschinenbediener, keine ungeplanten Maschinenstopps und keine Platzierungsgrenzen.

Ein zentrales Element dabei ist der Smart Loader. Er übernimmt automatisch die Sammlung und Bereitstellung der für die nächsten Aufträge benötigten Feeder und Nozzles aus dem Smart Storage. In Kombination mit AMRs werden diese Materialien rechtzeitig und ohne manuelle Eingriffe an die Produktionslinie transportiert. Damit entfallen zeitaufwändige Such- und Rüstprozesse für Bediener, während die Versorgungssicherheit der Linie steigt. Alle Setups werden automatisch an der jeweils optimalen Position für die höchstmögliche Produktivität platziert – ein Family Setup, Clustering oder Grouping ist nicht mehr erforderlich. Der Smart Loader trägt so wesentlich zur Umsetzung der Ziele „Null Maschinenbediener“ und „Null Maschinenstopps“ bei, da er einen kontinuierlichen Materialfluss ohne Verzögerungen sicherstellt.

„Null Platzierungsfehler“ werden durch die enge Verzahnung von SPI/AOI-Integration und automatischer Fehlerkorrektur, lückenloser Board-ID-Rückverfolgbarkeit sowie KI-gestützter Analyse von 5M+E-Daten erreicht. Fehlerquellen werden so früh erkannt und können automatisch behoben werden. „Null Maschinenbediener“ realisieren die Bestückungslösungen von FUJI zum Beispiel durch automatisierte Teilebereitstellung (Teileortungsmanagement, große Part-Supply-Units), AMR-gestützte Materiallogistik und visuelle Rüst- und Bedienanleitungen, die manuelle Eingriffe minimieren. Durch Predictive Maintenance, Echtzeit-Monitoring aller Linienkomponenten und mobilen Alerts via FSF Mobile Conductor lassen sich „Null Maschinenstopps“ anstreben.

„Null Platzierungsgrenzen“ schließlich entstehen nicht allein durch höhere Maschinenleistung, sondern durch die Kombination modularer Maschinen, flexible Zuführungs- und Part-Supply-Konzepte sowie datenbasierte Programm- und Prozesswechselmechanismen – z. B. Programmwechsel per Scancode: So lassen sich deutlich mehr Bauteiltypen und Panelvarianten pro Linie verarbeiten, ohne dass dies zu Lasten der Präzision geht.

Stefan Janssen sagt: „Einige dieser Target ZERO-Effekte lassen sich bereits durch einzelne Maschinenfunktionen oder Module erreichen. So stellen wir auf der Messe zum Beispiel einen neuen All-in-One-Platzierungskopf für unser Maschinenmodell AIMEXR vor – er ist flexibel in der High-Mix- und High-Volume-Produktion einsetzbar. Die FUJI Smart Factory 2.0 ist jedoch die Ebene, die alle technischen Bausteine ideal zusammenführt und deren Wirkung auf Liniensystem-Ebene verstärkt. Die Targets setzen wir dabei gezielt durch Automatisierung und KI-Unterstützung um.“

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2025/09/FUJI_productronica.jpg 618 1034 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2025-09-09 11:03:042025-09-09 11:03:06FUJI EUROPE CORPORATION zeigt auf productronica: “Target ZERO” in der SMT-Fertigung

COBO SPA bewältigt wachsende Produktvielfalt mit FUJIs Allrounder-Bestückungsplattform AIMEXR

20. August 2025

COBO SPA bewältigt wachsende Produktvielfalt mit
FUJIs Allrounder-Bestückungsplattform AIMEXR

Integrierter Systemhersteller für die Automobilbranche reduziert Zykluszeiten mit neuer Bestückungsmaschine

Kelsterbach, 20. August 2025 – COBO SPA fertigt über 70.000 verschiedene Produktvarianten für Industrie- und Automobilanwendungen – und die Zahl steigt weiter. Viele dieser Produkte, wie Armaturenbretter, Lichtschalter oder Scheinwerfer, enthalten mindestens eine bestückte Leiterplatte. Um bei steigenden Stückzahlen Präzision und Effizienz zu gewährleisten, hat das Unternehmen seine SMT-Linie modernisiert. Am Hauptsitz in Leno, Italien, setzt COBO nun auf die Allrounder-Plattform AIMEXR von FUJI. Das Ergebnis: deutlich reduzierte Rüst- und Zykluszeiten – trotz zunehmender Produktvielfalt.

COBO wurde 1952 gegründet, beschäftigt weltweit mehr als 1.500 Mitarbeitende und betreibt elf Produktionsstätten. Das Unternehmen liefert eine breite Palette an Hardware-, Software- und Mechatronik-Lösungen an Hersteller von Industrie- und Spezialfahrzeugen – darunter auch aus den Bereichen Bauwesen, Landwirtschaft und Logistik – in mehr als 75 Ländern. Ein Kernbereich des COBO-Portfolios sind komplexe elektronische Komponenten wie Leiterplatten für Beleuchtungssysteme, Bedienfelder und Steuergeräte.

„Wir gehen davon aus, dass das Produktionsvolumen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig nimmt die Variantenvielfalt deutlich zu – was hohe Anforderungen an unsere Produktionsprozesse stellt“, sagt Luigi Massarotto, Electronic Process Manager bei COBO. „Bei der SMT-Bestückung benötigen wir Systeme, die schnelle Produktwechsel, gleichbleibende Qualität und einen hohen Durchsatz ermöglichen – auch bei kleinen Losgrößen.“

Gemeinsam mit dem Technologiepartner ALGAR S.p.a. der FENWICK-Gruppe hat COBO die wichtigsten Anforderungen an eine zukunftssichere SMT-Umgebung definiert. Zwei Prioritäten standen dabei im Vordergrund: drastisch reduzierte Rüstzeiten und eine deutlich verbesserte Anlagenverfügbarkeit – beides unerlässlich für eine agile und wettbewerbsfähige Elektronikfertigung.

Höherer Durchsatz, geringerer Energieverbrauch: Neue Allrounder-Plattform

Auf Grundlage dieser Bewertung hat COBO seine bestehende SMT-Linie um zwei neue FUJI-Systeme erweitert – darunter die Allrounder-Plattform AIMEXR. Damit wird die AIMEXR zum ersten Mal in Europa installiert.

Diese hochmoderne Maschine kombiniert neu entwickelte Bestückungsköpfe mit integrierter Echtzeit-Sensortechnologie und ermöglicht so eine schnelle und hochpräzise Bestückung von Bauteilen.

Die neue Front-End-Linie, bestehend aus AIMEXR und AIMEX III, bildet das Herzstück der modernisierten Elektronikproduktion von COBO. Ergänzt wird das Setup durch bewährte Technologielösungen für Transport, Lötpastendruck, Lötpasteninspektion (SPI), Reflow-Löten und automatisierte optische Inspektion (3D-AOI) sowie zusätzliche Bestückungsmaschinen, die in die bestehende Linie integriert sind.

„Mit dem AIMEXR haben wir unsere Elektronikfertigung auf die nächste Stufe gebracht“, sagt Massarotto. „Wir brauchen Systeme, die auch bei wechselnden Layouts und kleinen Losgrößen stabile Taktzeiten und Platzierungsqualität gewährleisten. Der AIMEXR liefert im Vergleich zu unseren bisherigen Lösungen konstante Zykluszeiten bei bemerkenswerter Produktivitätssteigerung. Gleichzeitig konnten wir den Energieverbrauch deutlich senken.“

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2025/08/FUJI_Cobo_2_komprimiert.jpg 1125 1500 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2025-08-20 11:15:052025-08-20 11:15:07COBO SPA bewältigt wachsende Produktvielfalt mit FUJIs Allrounder-Bestückungsplattform AIMEXR

Interview mit Stefan Janssen anlässlich des Spatenstichs für den Erweiterungsbau

23. Juli 2025

Herr Janssen, heute fällt mit dem Spatenstich der Startschuss für ein neues multifunktionales Gebäude auf dem FUJI-Areal in Kelsterbach. Was genau entsteht hier – und warum gerade jetzt?

Für uns ist heute ein besonderer Tag. Der Spatenstich steht nicht nur für den Beginn eines Bauprojekts, sondern hat auch symbolischen Charakter. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten für die Industrie setzen wir bewusst ein Zeichen: Wir investieren in die Zukunft – in unsere Kunden, in den Standort Europa und in unsere eigene Weiterentwicklung.

Konkret entsteht hier ein modernes Betriebsgebäude mit rund 2.370 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche. Es vereint Lagerkapazitäten, Reparatur- und Servicebereiche sowie moderne Büro- und Meetingräume unter einem Dach. Mit diesem Schritt stärken wir unsere Infrastruktur – zum Vorteil unserer Kunden vor Ort und mit einer Strahlkraft, die weit über die Region hinausreicht.


Was versprechen Sie sich von dem neuen Betriebsgebäude konkret?

Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Prozesse entlang der Lieferkette weiter optimieren und unsere Reaktionsgeschwindigkeit gegenüber unseren Kunden erhöhen. In einem hochkompetitiven Markt ist das ein entscheidender Faktor. Das neue Zentrum schafft dafür die notwendigen Voraussetzungen – mit hoher Flexibilität, effizienten Abläufen und kurzen Wegen.

Gleichzeitig ist das Gebäude skalierbar gedacht. Es bildet das Fundament für künftige Entwicklungen – sei es durch weiteres Wachstum, neue Serviceangebote oder technologische Anpassungen.


Inwiefern passt dieses Projekt zur langfristigen Strategie der FUJI EUROPE CORPORATION?

Wir glauben an Europa – auch in herausfordernden Zeiten. Unsere Muttergesellschaft in Japan und wir als europäische Tochter stehen geschlossen hinter dieser Investition. Europa bleibt ein zentraler Markt für uns, mit hohen Anforderungen und großem Potenzial.

Mit dem Bau bekennen wir uns klar zum Standort Deutschland. Wir möchten nahe bei unseren Kunden sein, kurze Lieferzeiten bieten, lokalen Service leisten – und das alles auf einem operativ hohen Niveau. Dieses Gebäude ist daher ein strategischer Baustein, um unsere Präsenz in Europa nachhaltig zu stärken.

Gab es Herausforderungen bei der Planung? Was war ihnen dabei besonders wichtig?

Bauprojekte dieser Größenordnung in Deutschland sind naturgemäß komplex – vor allem, wenn es um Genehmigungen und bürokratische Anforderungen geht. Gemeinsam mit der Stadt Kelsterbach und den Baupartnern haben wir diese Herausforderungen Schritt für Schritt gemeistert.

Besonders wichtig war uns dabei die Nachhaltigkeit. Wir haben uns bewusst für eine Holzbauweise entschieden und setzen vollständig auf regenerative Energiequellen. Fossile Brennstoffe kommen bei uns nicht mehr zum Einsatz. Stattdessen sorgen moderne Wärmepumpen für ein angenehmes Raumklima, das begrünte Dach trägt zur besseren Energiebilanz bei, und unsere große Photovoltaikanlage produziert bei Sonnenschein mehr Strom als wir im Betrieb verbrauchen – inklusive Versorgung unseres stetig wachsenden E-Fuhrparks.

Auch haben wir bei der Planung großen Wert darauf gelegt, dass sich der neue Gebäudeteil harmonisch in das bestehende Stadtbild einfügt. Die Architektur orientiert sich am bestehenden Gebäude und gliedert sich organisch in das Areal ein – ein weiterer Ausdruck unserer langfristigen Verbundenheit mit Kelsterbach.

https://www.fuji-euro.de/wp-content/uploads/2025/07/Interview_Janssen_Spatenstich_300725.jpg 1000 1500 Sofia Fountoukidou /wp-content/uploads/2020/11/FJS2_SE_C2_RGB_V2.svg Sofia Fountoukidou2025-07-23 09:00:002025-07-30 09:38:45Interview mit Stefan Janssen anlässlich des Spatenstichs für den Erweiterungsbau
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  • W. Kolb automatisiert THT-Fertigung mit FUJI sFAB-D

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