EMS-Fertigung der Zukunft

Rundum „Sorglos-Paket“ für maßgeschneiderte elektronische Lösungen

Ginzinger electronic systems GmbH mit Sitz im oberösterreichischen Weng im Innkreis ist seit mehr als 25 Jahren Ansprechpartner für maßgeschneiderte elektronische Lösungen mit eigener Entwicklung und Fertigung. Die stetig steigenden Anforderungen von Industrie und Endkunden haben das Unternehmen vor wenigen Monaten dazu bewogen, die größte Investition seit Firmengründung zu tätigen und eine Elektronikproduktion par excellence zu schaffen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

Das eigentümergeführte mittelständische Unternehmen ist Komplettanbieter und entwickelt sowie fertigt individuelle Lösungen, von einfachen Interface-Baugruppen bis hin zu hochkomplexen Systemen mit Echtzeit-Embedded-Linux-Betriebssystem. Dabei besteht die Unternehmensmission darin, Kosten-, Energie- sowie Platzvorteile intelligenter und in der Konsumelektronik bereits bewährter Produkte für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen. Von der Idee bis zur Serienproduktion übernimmt das Unternehmen mit derzeit ca. 90 Mitarbeitern als Komplettanbieter Verantwortung für komplexe Kundenprodukte aus den verschiedensten Branchen.

Technische Highlights „am laufenden Band“
Die Zukunft moderner Baugruppenbestückung hat bei Ginzinger spätestens mit der Investition in den neuen High-Tech-Maschinenpark begonnen. Im Frühjahr 2018 hat der hochmoderne SMD-Bestücker von Fuji zusammen mit weiteren technischen Highlights seine Arbeit aufgenommen. Der EMS-Maschinenpark ist aktuell der modernste in Österreich. Integriert in die neue Anlage sind neben dem Herzstück, der Fuji NXT III mit acht Bestückmodulen, auch ein Laser zur Leiterplattenbeschriftung, ein Pastendrucker mit automatischer Backup-Pin-Funktion und ein 3D-SPI (Solder Paste Inspection System). Das Ende der Bestückungslinie bildet ein 14-Zonen-Reflow Ofen und das 3D-AOI (Automated Optical Inspection System).

Bestandteil an EMS-Fertigung der Zukunft
Die acht Bestückmodule der Fuji NXT III-Serie sind mit einer praktischen Bestückleistung von bis zu 70.000 Bauteilen/Stunde sechsmal so schnell wie die vorherige Anlage und in der Lage, 0201mm-Bauteile zu verarbeiten. Das vollautomatische und selbstoptimierende System vermisst akkurat alle Bauteile und Pins, beinhaltet ein Odd -Form Bestückungskopf mit motorisch angetriebenem Greifersystem für große sowie schwere Bauteile und bewerkstelligt einen Produktwechsel im laufenden Betrieb. Mit dem Odd-Form Bestückkopf können Bauteile mit einer Form von 1608 (metrisch) bis 74 x 74 mm oder 62 x 162 mm und 38,1 mm Bauteilhöhe bedient werden – ist eine Side Light Kamera im Einsatz, verringert sich die maximale Bauteilgröße auf 35 x 35 mm oder 35 x 150 mm. Die einstellbare Setzkraft beträgt von 39,2 N bis 98 N, je nach Bedarf. Das Maximale Bauteilgewicht ist abhängig von der Beschaffenheit und kann die 90 g übersteigen – die Klemmstärke beträgt von 6,7 N bis 11,7 N. Als weitere Vorteile sind die Familienrüstung für die komplette Tagesproduktion, die auf Pastendruck optimierte Bestückung, wie auch die 100 % Traceability einer jeder Leiterplatte zu nennen. Die NXT III/IIIc wurde als skalierbare Bestückplattform entwickelt, welche sowohl hohe Produktivität als auch Qualität gewährleistet, die auch den Anforderungen kommender Bauteilgenerationen gerecht wird. Durch Nutzung der geeigneten Bestückköpfe kann jedes NXT III/IIIc-Modul genau entsprechend den Produktionsbedingungen angepasst werden. Die NXT III/IIIc deckt damit das gesamte zu bestückende Bauteilspektrum ab. Das Nachrüsten von Material und der Austausch von Feeder ist während der Produktion ohne Maschinenstopp möglich. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass Ginzinger electronic systems mit dem Fuji-Bestücker im eigenen Hightech-Maschinenpark, österreichweit der einzige mit der Möglichkeit einer Koplanaritäts-Messung ist. Die intuitive und einfach zu bedienende Maschine (integriertes Touch Panel Interface) ist perfekt geeignet für hochvolumige Produktion und hohem Produkt-Mix. Der Betriebsleiter DI (FH) Michael Berger zu den Vorteilen der neuen Produktionslinie: „Der Durchsatz der Bestückungslinie wird nun mehr als vervierfacht. Hinzu kommt, dass die neuen Technologien der Anlage Fehlermöglichkeiten deutlich reduziert, um dem Motto ‚do it right the first time‘ gerecht zu werden.“ Klaus Gross: „Wir freuen uns, dass wir Ginzinger einen Bestücker bieten konnten, der den Anforderungen an eine moderne und intelligente Fertigung gerecht werden kann!“

Erschienen am 06.11. in EPP